Ein paar Wochen München und ich schreib mal wieder. 13. Mai 2012
Ich las das, ganz in der Nähe von da, wo ich seit einer Woche wohne (Irgendwo westlich, halbzentral in einer fast kleinstädtisch gemütlich-trostlosen Dreiparteienhäusergegend), jednfalls macht man sich dann schon Gedanken über Post, was unsereins ja eher selten, und wenn, dann meist in Paketform von Amazon, erhält. Wobei ich darauf gar nicht näher eingehen möchte, denn ich glaube nicht, dass ich euren Gedanken zum Thema noch etwas hinzuzufügen hätte und ich würde jetzt am liebsten diesen Text mit einem Füller auf leicht gelbliches Papier übertragen, mit einem Abzug des Fotos in Briefumschläge stecken und an sämtliche Leute, die ich kenne, schicken (Wobei die einzigen Adressen, die mir einfallen meine jetzige und meine eheamigen sind).
Weil es schön ist, auch ich es doch nicht mache.
Es sollte neu werden, daher sieht das jetzt auch neu aus. 16. April 2012
Ich weiss nicht so recht ob es mir auch überhaupt gefällt, und vielleicht ändert es sich auch wieder, so viel zum Design. Der Inhalt ist aber auch wichtig und da wird sich, so lautet der Plan, auch einiges ändern. Ich dachte da auch an Fotos, aber ich kann nicht sonderlich gut fotografieren, und das Wetter macht es auch nicht unbedingt besser. Vielleicht werde ich aber auch mehr über Sachen schreiben, die mich tatsächlich interessieren und nicht nur belanglose Auffreger meinerseits sind und überhaupt sollte hier natürlich auch mehr Inhalt kommen.
Während meiner letzter Artikel noch aus Dresden kam (oder wieder) und ich danach zurück in Zürich war bin ich inzwischen Praktikant in München, werde vielleicht demnächst studieren, dazu aber wohl ein anderes Mal mehr.
Die letzten beiden Wochenenden habe ich mich mal wieder etwas mehr mit Interaction Design befasst und in Processing eine kleine Anwendung geschrieben, die es erlaubt Sachen, durch Bewegung von farbigen Objekten vor der Webcam, zu steuern. Mag sein, dass es auch dazu bald mehr gibt.
Macht es jut.
Kommentar zu den Jahren 04. Januar 2012
Es ist schon etwas länger her, dass ich hier was veröffentlichte. Unter Anderem ist das aber auch dem zuzuschreiben, dass sich der letzte Artikel samt einigen anderen wichtigen Daten, die noch nicht gebackupt waren verabschiedet hat. Andererseits ist es natürlich auch mir zuzuschreiben, meiner Faulheit und meiner Inkompetenz im Vervollständigen angefangener Blogartikel.
Ich bin kein grosser verfechter vom Weihnachtsfest und auch zu Silvester habe ich Schwierigkeiten überhaupt bis Mitternacht durchzuhalten. Aber wieso muss den auch überall Alkohol rumstehen?
Äusserst erfreuend ist natürlich auch das antreffen von Freunden, die man länger nicht gesehen hat, merkwürdiger Weise läuft sowas aber auch auf mehr Alkohol hinaus als auf intensiven Austausch, was man so im letzten halben Jahr gemacht hat.
Es wäre ja schon recht nett Silvester ruhig zu verbringen, eher zu Hause zu bleiben und aus dem Fenster zu schauen. Es wäre nett, dann einfach am 1. Januar sich mit Freunden zu treffen, erst zum Kaffee, gefolgt von Bier, Cocktails und Longdrinks und den Club erst am nächsten Morgen nach zwei, drei Shots zu verlassen. Aber am 1. läuft ja nichts. Natürlich läuft nichts am Abend des Tages, an dem wohl die meisten verkatert aufwachen und sich wundern, wie sie überhaupt noch nach Hause gekommen sind.
Und so macht man dann doch immer mit im Rausch, trifft sich schon am frühen Abend, beginnt viel zu früh zu trinken und lässt nach zwölf nur noch zum Anstossen das Glas oder die Flasche vom Mund, drängt sich durch die Massen, verliert sich und findet sich wieder.
Man denkt sich, dass neue Jahr bringe grosse Neuigkeiten, was auch stimmen mag, und dennoch ist es nicht der Umbruch des Jahres der diese Änderungen herbeiführt, sondern die Änderungen selbst. Nach wie vor steht noch nicht fest, was ich im nächsten halben Jahr machen werde, und ob ich das, was ich danach machen will, auch machen kann weiss ich auch erst im April. Im Falle einer Zusage aber so krass zu feiern wie vor vier Tagen scheint gleich unangemessen, allein schon da ich gar nicht weiss wo und mit wem ich mich gerade dann Aufhalten werde.
Natürlich macht diese Ungewissheit gerade den Reiz des neuen Jahres aus, vergangene Jahreswechsel in denen eh schon feststand wie das Jahr endet scheinen im Rückblick deutlich bedeutungsloser.
Früher war klar, dass etwas Unvorhergesehenes passieren müsste, damit sich irgendetwas wendet. Jetzt ist klar, dass Unvorhergesehenes passieren wird.
Es gibt vielleicht Leute, denen es Angst macht in ein unplanbares Jahr zu starten. Etwas Angst macht es mir auch, viel mehr geniesse ich es aber träumen zu können. Die Vorstellung, dass ich vielleicht in Berlin, in München, in Zürich oder ganz woanders leben werde macht mir Freude. Das Wissen darüber, dass es stressig wird mit Bewerbungen und Wohnungssuchen, wird überragt, von dem Wissen darüber, dass ich was erleben, dass ich etwas zu erzählen haben werde.
Und wenn ich noch nicht sagen kann wo, so steht doch relativ sicher fest, das es am Ende des Jahres wieder Grund genug zum feiern geben wird.
Pausengespräche 09. November 2011
Pausen sind ja auch was ganz anderes im Studium als noch zu Schulzeiten, es gibt weniger und sie sind länger. Zumindest trifft das auf die vorgegebenen Zeiten zu, in Realität ist das natürlich nochmal was Anderes, je nachdem ob man selbst arbeitet oder ob man sich vom Dozenten zuquatschen lässt. Wobei selbst da schwanken die Zeiten, wir haben also nicht immer um zehn eine halbe Stunde Pause, sondern irgendwann um diese Zeit. Mir ist das egal, nein, ich finde das sogar besser so. Das beste ist ja, dass man die nervigen Idioten nicht hat, die schon zehn Minuten zuvor ihr Zeug zusammenpacken und den Lehrer nicht ausreden lassen, ist sicherlich so ein Erziehungsding, aber ich hab das stets als Unhöflichkeit gegenüber Lehrer und vor allem den Mitschülern angesehen. Nur um das klarzustellen, ich war nie der, der als letztes aus dem Zimmer geht, es hat mich auch nicht immer interessiert was der Lehrer zu sagen hat und nicht selten wollte ich auch lieber in die Pause so früh wie möglich. Dabei habe ich jedoch versucht immer höflich zu bleiben, aber ich hatte auch nie Probleme damit mein Zeug zusammenzupacken, mal ehrlich was ist so schwer daran sein Zeug in die Tasche zu bewegen. Ich hatte auch nie viel ausgepackt, meist nur Papier und einen Stift, aber das reicht auch grösstenteils, oder? Und wenn wir schon dabei sind, am besten waren doch immer die, die Angst hatten, wenn der Lehrer mal überzieht, zu spät zum nächsten Unterricht zu kommen, aber was gibt es überhaupt für eine bessere Entschuldigung zu spät zu kommen?
Egal, worauf ich eigentlich hinaus wollte waren die Pausen. In der Schule verbrachte man ja die Pausen praktisch immer mit den gleichen Leuten, natürlich gibt es im Laufe der Jahre Unterschiede und Veränderungen, aber der einzige grössere Umbruch dies bezüglich war der Wechsel vom Nichtraucher zum Raucher. Daraus ergeben sich aber meist ähnliche oder gleiche Gesprächsthemen, die beiden Geschichtsleistungskurler sprachen ständig über irgendwelche Waffensysteme, Wir (Englisch) sprachen Grösstenteils über die Sinnlosigkeit der letzten beiden Stunden und, naja, die aus Physik haben bis auf einen ohnehin nicht geraucht, daher hab ich keine Ahnung über was die so sprechen. Und dann gab’s natürlich auch noch das, was man heutzutage manch einer auch gerne als “dissen” bezeichnet, das Opfer wurde je nach Stimmung ausgewählt und war meist jemand der Anwesenden.
Aber was solls, jetzt ist das anders und ich würde sagen es ist besser so, wir sind schliesslich in Gruppen die immer mal wieder wechseln, und die Pausen überschneiden sich mest so, dass man Anfangs auf andere stöst, und später andere auf einen zustossen. Man könnte hier also von einem angenehmen, regen Wechsel sprechen. Raucher brauchen hier zum Glück auch das Gelände nicht zu verlassen, so das hier die Trennung einzig an kalten Tagen existiert.
Die Vielfältigkeit der Unterhaltungen kommt natürlich auch durch die Unterschiedlichen Interessen der Studenten zusammen, ein angehender Interaction-Designer hat freilich wenig mit Textil-Design zu tun. Natürlich kann ich nicht verhindern, das Textildesign als Thema aufkommt, aber ich will das auch gar nicht. Ich kann halt nicht viel dazu sagen, dennoch ist es enorm spannend zu erfahren was die so machen. Eben dieser angenehme, rege Austauch.
Manch einer mag hier argumentieren, dass die Interessen unter Schülern noch unterschiedlicher sind, was wohl ebenso Nährboden für einen für einen regen Diskurs geben würde. Doch muss man sich nur mal vorstellen, ein Biologie-, ein Physik-, ein Sprach- ein Geschichts- und ein Kunstinteressierter versuchen sich zu unterhalten. Das ist zu viel. Geschichte und Sprache finde ich auch noch spannend und Biologie undPhysik würde ich wohl auch spannend finden wenn ich den Zugang dazu hätte, den erhalte ich haber nicht in einem Diskurs unter fünf Leuten sondern allenfalls in einem ruhigen Gespräch mit dem jeweilig Interessierten.
Wir hier haben schon mal eine gemeinsame Grundlage, das Design, die einzelnen Spezialisierungen unterscheiden uns zwar doch überschneiden sie sich ohnehin, es wäre ein Schelm, der sich nicht über die seine hinausbewegt.



