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Popcorn 27. Mai 2011

Popcorn steht, abgesehen von diversen Volksfesten, welchen man sich fluchtartig zu entziehen versucht, in direkter Assoziation zu Film und Kino. Grund dafür ist der amerikanisch Kapitalismus. Das Ziel, maximaler Profit, konnten die Kinobetreiber Kaum durch höhere Kartenpreise erreichen, da dies zu sinkenden Zuschauerzahlen geführt hätte. Überteuerte Lebensmittel um erhöhten Filmgenuss für Konsumenten zu ermöglichen ist hier eine deutlich effektivere Methode.
Besonders der Film als Familienvergnügung sicherte, durch das betteln der Kinder, den nötigen Umsatz.
Warum aber konnte sich ausgerechnet Popcorn als Favorit der Kinogänger durchsetzen? Die Geschichte von Popcorn reicht weit zurück, war aber zu Beginn des 20. Jahrhunderts kaum außerhalb der Staaten anzutreffen, die Verbreitung in Europa wäre ohne Kinos kaum denkbar gewesen.
Es ist ganz klar, vernünftige Kinospeisen haben alle der Folgenden vier Kriterien zu erfüllen:

1. Minimale Ablenkung von der Leinwand:
Unter keinen umständen darf sich der Blick vom Bild lösen, blindes Greifen und Verzehren der Speise muss gewährleistet sein. Aufwendige mehrgängige Menüs sind eher fehl am Platz.

2. Minimale Restbestände:
Organische Abfälle bewahrt der durchschnittliche Kinobesucher ungern in seiner Hand, genauso störend wirken Fettreste an den Fingern (Chips) und Krümel über dem gesamten Körper (Kekse).

3. Maximale Verzehrdauer:
An den für viel Geld erstandenen Snack, fallen natürlich entsprechend hohe Ansprüche, der Vorrat hat bis zum letzten toten zu reichen, ein Eis reicht keine fünf Minuten.

4. Minimale Übelkeit bei Maximalem Verzehr:
Viel fressen bedeutet viel Gewinn und viel Gewinn ist gut. Übertriebene Massen an Schokolade oder Gummibärchen führen schnell zu Unwohlsein.

Dies zu erfüllen ist einzig und allein Popcorn fähig.

Viel Popcorn und viele Karten zu verkaufen ist der Traum jedes Kinobetreibers. Nicht ohne Grund hat sich der Begriff Popcornkino, für Filme denen es gelingt Massen an Popcornfressern in den Kinosaal zu zwängen, durchgesetzt.
Eine breite Basis von potentiellen Kinogängern erreichen jene Filme durch das Aufgreifen von Bewehrtem, durch die Kombination von Action und Humor und durch eine leicht verständliche Handlung.
Das bewährte Popcornkino wird jedoch von manchen Kritikern jedoch gänzlich als niveauloser Dreck bezeichnet.
Filme wie R.E.D. sind nicht anspruchsvoll, dafür unterhaltsam und entspannend. Für Viele ist das völlig ausreichend, was auch sollte an Unterhaltung schlecht sein?
Ich bin prinzipiell kein großer Hollywoodfan, kein Freund von übertriebener Action oder brutalster Gewalt. Gerne sehe ich Filme von Größen wie Kubrick oder Tati, ja, ich würde mich als Filmliebhaber mit Niveau, mit Anspruch verstehen. Doch Leute, die ihren Filmgenuss auf filme wie Harold and Maude, Wie ein wilder Stier, Taxi Driver, Playtime und Die drei Tage des Condor beschränken, dürfen mir gerne ihre SZ-Cinemathek schenken und anschließend das Gefühl, sie hätten Ahnung von Filmen, begraben.

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