Gegendarsteller

Hallo

Man nennt mich Fidel, Ich mache Interaction & Web Design. Hier geht es aber auch um Anderes.
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Reisegepäckindustrie 27. Juni 2011

Zeit für nen neuen Artikel, da der Blog sich ja keinem speziellen Thema widmet, was übrigens daran liegt, dass ich mich in keinem Gebiet gut genug auskenne um auf hohem Niveau darüber berichten zu können.
Genau sowenig widme ich mich Tagesaktuellem, da ich ja selbst nicht
tagesaktuell bin. Naja, Twitter nutze ich inzwischen auch, aber bitte, wer tut das denn noch nicht?
Wie auch immer, Kreativlosigkeit führte letztendlich dazu, dass ich mal auf Twitter fragte, über welches Thema ich schreiben sollte. Natürlich habe ich darauf keine Antwort erhalten. Natürlich, da dort wohl genauso wenig meine Tweets lesen, wie hier die Artikel.
Ich dachte mir dann, ich könne doch einfach mal jemanden direkt anschreiben und auf eine Antwort warten, überhaupt könnte man das ja zum Konzept des Blogs machen. Naja vielleicht das nächste mal.
Ich war dann einfach mal so frei den Tweet, der in meiner Timeline direkt dem meinigen folgt als Antwort zu interpretieren, auch wenn von Habicht (@habichthorn) wohl kaum interessiert was ich so mache.

“Entschuldigung, der Widerstand, auf den Ihr Koffer gerade stieß, war mein Fuss.”

Wie ich den vorherigen Tweets von Habichts entnehmen konnte, befand sie sich gerade auf dem Weg von Berlin nach Stuttgart. Folgende Tweets wie

“Ich mag ja Leute, die ihre 20000 Koffer direkt vor dem Klo abstellen.”

und

“Wie alle Leute, die in Mannheim aussteigen wollen, fast über die Koffer fallen, die mittlerweile im Gang rumpurzeln. <3"

lassen mich vermuten, dass es wirklich an der Zeit ist sich mal umfassend mit Koffern und so auseinanderzusetzen. Ich vermute sogar eine Verschwörung der Reisegepäckindustrie, welche kritische Äußerungen zu Gepäck bislang weitestgehend erfolgreich unterbinden. Nun gut, vielleicht bleiben wir doch zunächst bei der Kofferproblematik an sich.
Der Koffer ist ja ein ziemlich klassisches Reisegepäck, einen politisch konservativ eingestellten Passagier würde man wohl kaum ohne einen verreisen. Linke, besonders Alternative verreisen gerne mit Rucksäcken,
Passend zur ohnehin weit verbreiteten Politikverdrossenheit bevorzuge ich, ich reise ohnehin nie mit viel Gepäck, die Umhängetasche.
Die Umhängetasche kombiniert hervorragend die jeweiligen Vorzüge, sie ist komfortabel zu tragen, sieht dabei aber nicht zu schäbig aus. Der Tragekomfort des Koffers ist wohl auch dafür verantwortlich, da scih dieser, zumindest abseits vom Aktenkoffer, nie außerhalb des Reisegepäcks durchsetzen können. Den Tragekomfort zu erhöhen war wohl auch das Ziel der Erfinder des Rollkoffers. Nicht mehr tragen sondern ziehen, also das Gewicht auf den Boden zu übertragen, klingt ja eigentlich super. Die ursprünglichen Rollkoffer, die ja auch noch an die Form der ursprünglichen Koffer erinnerten erwies sich jedoch als unhandlich. Zulasten des Tragekomforts und der Eleganz wurde von nun an der Zugkomfort erhöht. Der neue Koffer war klobig.
Diese Koffer haben etwas distopisches, sie deklarieren nicht Städte, schon gar nicht Ländliche Regionen, sondern Betonwüsten als Reiseziel voraus. Kopfsteinpflaster und vom Wurzelwerk aufgerissene Wege machen den Reisebegleiter zu einem lautstarken Gräuel.
Wieso konnten sich diese Rollkoffer denn überhaupt durchsetzen, und das konnten sie, schließlich machen sie, wie von von Habicht bereits erwähnt, besonders in den Zügen der Deutschen Bahn auf sich aufmerksam.
Oftmals frage ich mich, ob die Breite der Rollkoffer nicht genormt ist, oder ob die Bahn diese Normen (zumindest in der zweiten Klasse) knallhart ignoriert hat.
Wie sonst ist zu erklären, dass fremde Koffer über den eigenen Fuß fahren, zu 20000 vor den Klos stehen und durch die Gänge purzeln.
"Cui bono" fragt sich hier der gemeine Verschwörungstheoretiker. natürlich die Reisegepäckindustrie, wer schlechte, unzufriedenstellende Koffer Herstellt kann, denn ich Rede hier von geheimen Marktabsprachen der einzelnen Konzerne, wohl deutlich mehr Koffer verkaufen (die Dauerbelastung der Stapelung vor den Toiletten der Züge belastet die Koffer stark). Die DB profitiert durch dauergenervte Vielreisende, wenn diese schließlich zu erste Klasse Fahrern werden um den ständigen Strapazen zu entgehen und, dank breiterer Gänge, ihren Koffer auch in Platznähe deponieren können.
Oder es ist einfach nur Dummheit, ja es ist vermutlich einfach nur Dummheit.

Plüdder 29. Juni 2011 10:05

Ich glaube sogar ganz bestimmt, dass es einfach nur Dummheit ist.

gegendarsteller http://Gegendarsteller.com 29. Juni 2011 10:29

Na ja, ganz sicher kann man sich da aber nicht sein

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