Gegendarsteller

Hallo

Man nennt mich Fidel, Ich mache Interaction & Web Design. Hier geht es aber auch um Anderes.
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Pausengespräche 09. November 2011

Pausen sind ja auch was ganz anderes im Studium als noch zu Schulzeiten, es gibt weniger und sie sind länger. Zumindest trifft das auf die vorgegebenen Zeiten zu, in Realität ist das natürlich nochmal was Anderes, je nachdem ob man selbst arbeitet oder ob man sich vom Dozenten zuquatschen lässt. Wobei selbst da schwanken die Zeiten, wir haben also nicht immer um zehn eine halbe Stunde Pause, sondern irgendwann um diese Zeit. Mir ist das egal, nein, ich finde das sogar besser so. Das beste ist ja, dass man die nervigen Idioten nicht hat, die schon zehn Minuten zuvor ihr Zeug zusammenpacken und den Lehrer nicht ausreden lassen, ist sicherlich so ein Erziehungsding, aber ich hab das stets als Unhöflichkeit gegenüber Lehrer und vor allem den Mitschülern angesehen. Nur um das klarzustellen, ich war nie der, der als letztes aus dem Zimmer geht, es hat mich auch nicht immer interessiert was der Lehrer zu sagen hat und nicht selten wollte ich auch lieber in die Pause so früh wie möglich. Dabei habe ich jedoch versucht immer höflich zu bleiben, aber ich hatte auch nie Probleme damit mein Zeug zusammenzupacken, mal ehrlich was ist so schwer daran sein Zeug in die Tasche zu bewegen. Ich hatte auch nie viel ausgepackt, meist nur Papier und einen Stift, aber das reicht auch grösstenteils, oder? Und wenn wir schon dabei sind, am besten waren doch immer die, die Angst hatten, wenn der Lehrer mal überzieht, zu spät zum nächsten Unterricht zu kommen, aber was gibt es überhaupt für eine bessere Entschuldigung zu spät zu kommen?
Egal, worauf ich eigentlich hinaus wollte waren die Pausen. In der Schule verbrachte man ja die Pausen praktisch immer mit den gleichen Leuten, natürlich gibt es im Laufe der Jahre Unterschiede und Veränderungen, aber der einzige grössere Umbruch dies bezüglich war der Wechsel vom Nichtraucher zum Raucher. Daraus ergeben sich aber meist ähnliche oder gleiche Gesprächsthemen, die beiden Geschichtsleistungskurler sprachen ständig über irgendwelche Waffensysteme, Wir (Englisch) sprachen Grösstenteils über die Sinnlosigkeit der letzten beiden Stunden und, naja, die aus Physik haben bis auf einen ohnehin nicht geraucht, daher hab ich keine Ahnung über was die so sprechen. Und dann gab’s natürlich auch noch das, was man heutzutage manch einer auch gerne als “dissen” bezeichnet, das Opfer wurde je nach Stimmung ausgewählt und war meist jemand der Anwesenden.
Aber was solls, jetzt ist das anders und ich würde sagen es ist besser so, wir sind schliesslich in Gruppen die immer mal wieder wechseln, und die Pausen überschneiden sich mest so, dass man Anfangs auf andere stöst, und später andere auf einen zustossen. Man könnte hier also von einem angenehmen, regen Wechsel sprechen. Raucher brauchen hier zum Glück auch das Gelände nicht zu verlassen, so das hier die Trennung einzig an kalten Tagen existiert.
Die Vielfältigkeit der Unterhaltungen kommt natürlich auch durch die Unterschiedlichen Interessen der Studenten zusammen, ein angehender Interaction-Designer hat freilich wenig mit Textil-Design zu tun. Natürlich kann ich nicht verhindern, das Textildesign als Thema aufkommt, aber ich will das auch gar nicht. Ich kann halt nicht viel dazu sagen, dennoch ist es enorm spannend zu erfahren was die so machen. Eben dieser angenehme, rege Austauch.
Manch einer mag hier argumentieren, dass die Interessen unter Schülern noch unterschiedlicher sind, was wohl ebenso Nährboden für einen für einen regen Diskurs geben würde. Doch muss man sich nur mal vorstellen, ein Biologie-, ein Physik-, ein Sprach- ein Geschichts- und ein Kunstinteressierter versuchen sich zu unterhalten. Das ist zu viel. Geschichte und Sprache finde ich auch noch spannend und Biologie undPhysik würde ich wohl auch spannend finden wenn ich den Zugang dazu hätte, den erhalte ich haber nicht in einem Diskurs unter fünf Leuten sondern allenfalls in einem ruhigen Gespräch mit dem jeweilig Interessierten.
Wir hier haben schon mal eine gemeinsame Grundlage, das Design, die einzelnen Spezialisierungen unterscheiden uns zwar doch überschneiden sie sich ohnehin, es wäre ein Schelm, der sich nicht über die seine hinausbewegt.

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